160 jahre Radgonskih goric

Die Weinrebe ist schon seit jeher im hügeligen Gelände zwischen den Flüssen Ščavnica und Mur beheimatet, so dass die Menschen hier sie zu hegen und zu pflegen verstehen.

In der Zeitspanne zwischen 1792 und 1835 wurde der Weinbau von Erzherzog Johann, Bruder des österreichischen Kaisers Franz, weiter entwickelt und im Jahre 1819 wurde die Landwirtschaftsgesellschaft für die Steiermark in Graz mit einer Filiale in Radgona gegründet.

Im Jahre 1852 brachte der aus Radgona gebürtige Herr Kleinošek den ersten Sekt auf den Markt, der nach klassischer Methode mit Flaschengärung erzeugt worden war. Darüber wurde auch in einer der damals bedeutenden slowenischen Zeitungen Novice von Bleiweis berichtet. Später wurde die Firma von Kleinošek von der schweizer- französischen Familie Bouvier gekauft. Die Produktion wurde stark erweitert und es wurden zahlreiche Keller gebaut, die noch heute benutzt werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein landwirtschaftliches Kombinat gebildet, welches die Weinberge und den Kellereibetrieb verwaltete. Im Jahre 1997 wurde dann die heutige Aktiengesellschaft Radgonske gorice gegründet.

Sie ist der größte Sektproduzent Sloweniens, genießt aber auch einen guten Ruf für ihre stillen Weine, wie z.B. für den Traminer mit der schwarzen Etikette, der schon längst zu einer slowenischen Weinlegende geworden ist.