Keller, des ersten slowenischen Sekt

Herzlich eingeladen in den Keller, wo der erste slowenische Sekt das Licht der Welt erblickte!

Wurde der Champagner beziehungsweise Sekt früher noch „teuflischer Wein“ genannt, so änderte sich dieser Spitzname zu etwas viel edlerem, nachdem der französische König und die ihn geleitenden Damen davon gekostet hatten. „VIN DU ROI“ oder königlicher Wein wurde er genannt. Er wurde von Philipp von Orleans, der in den Jahren 1715 bis 1723 regierte, am französischen Hof eingeführt.

Allmählich wurde die Gewohnheit zum Brauch, um nicht zu sagen zur schlechten Gewohnheit oder gar zur Sünde. Aber Sünden gab es am französischen Hof so viele, dass nicht darüber geredet wurde. Es ist allgemein bekannt, dass die Mätresse von Ludwig XV. Madame de Pompadour (1721 – 1764) als erste in Champagner zu baden pflegte. Sie war es auch, die meinte, Champagner sei das einzige Getränk, das eine Dame unbeschränkt genießen könne, ohne an Schönheit einzubüssen. Das Baden des sündvollen Körpers der Mätresse des Königs in Champagner wurde zum Inbegriff für Prestige und ausschweifenden Luxus, aber gleichzeitig auch zur Verkörperung von Schönheitstherapie. Die wohltuende Wirkung der Bläschenmassage ist inzwischen gut bekannt, speziell in Kombination mit Thermalbädern. Der Säuregehalt des Champagners soll heilsam für die Haut sein und die besten Kosmetikprodukte haben einen dem Champagner ähnlichen Säuregrad.

Wird 1668 als das Geburtsjahr des Champagners betrachtet und 1743 als das Jahr als der große Champagnerkeller Moët & Chandon in Épernay gegründet wurde, so haben auch wir ein Datum auf das wir in Slowenien stolz sein dürfen: den 10. Dezember 1853! An diesem Tag nämlich erschien ein Artikel auf der Titelseite der Zeitung „Bleiweisove Novice“ mit der Schlagzeile: „STEIRISCHER SEKT VON KLEINOŠEK“ und wo geschrieben stand: „…Champagner oder Sekt ist dem modernen Herrn lieb. Es gibt keine Feste ohne Bläschen…
in unserem Reich fanden bereits Versuche mit der Produktion von Sekt statt, aber – ganz ehrlich gesagt – ist das noch niemandem so gut gelungen wie Alojz Kleinošek (eigentlich Klenošek) aus Radgona. Er hat sich in die französische Provinz Champagne begeben, wo er ein halbes Jahr lang bei einem ausgezeichneten Weinbauer und Sektproduzenten arbeitete und Erfahrungen sammelte, bis er den Geheimnissen der Branche auf die Spur kam. Nach seiner Rückkehr begann er 1850 damit, aus den slowenischen Weinen aus Radgona Sekt herzustellen. Ende 1852 wurden die ersten Sektflaschen von Kleinošek auf den Markt gebracht. Sie fanden im Nu Gefallen und in nur einigen Monaten wurden 12.000 Flaschen verkauft…